LaRRI Buchvorstellung: Strikes in Namibia – A long history of struggle

Gestern präsentierte LaRRI ihre neue Publikation zur Geschichte der Streiks in Namibia.

Mitschnitt LaRRI Buchvorstellung

Zu der Präsentation waren die Vertreter_innen verschiedener Gewerkschaften anwesend, einige Journalist_innen und wir: insgesamt wohl fünfzig Menschen.
Nach der Begrüßung durch Hilma Mote von LaRRI, sprach Mandimba Hermann Toivo ya Toivo, ein bekannter SWAPO-Kämpfer, einführende Worte zur Geschichte der Arbeiter_innen während der südafrikanischen Apartheid und nach der Unabhängigkeit.
Mandimba betonte, dass es vor 1971/72 keine Möglichkeit der Streiks gab. Die Arbeitskräfteverwaltung während der süddafrikanischen Kolonisierung führte das von den deutschen eingeführte System der Arbeitskarten weiter. Arbeiter_innen, die Lohnerhöhungen forderten, wurde umgehend gekündigt. Zuzätzlich erhielten sie einen Eintrag auf ihren Arbeitskarten, der sie als „agitors“ kennzeichnete.

Im Anschluß gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Als erster ergriff ein Journalist der „Allgemeinen Zeitung“ – trägt die Selbstbetitelung „Älteste Tageszeitung Namibias – Nachrichten von A bis Z auf gut Deutsch“ – das Wort und fragte, ob das Buch eine Statistik von „illegale“ und „legalen“ Streiks beeinhaltet. Hilma Mote bejahte diese Frage, wies jedoch darauf hin, dass es immer ein Frage der Perspektive ist, wie Streiks definiert werden.

Einen Mitschnitt der Veranstaltung findet ihr hier: